Hover dam…

… Und wie man an den Assistenten Selbstverteidigung übt…

Der Morgen des 16. Februar begann mit einem ungewöhnlichen Wecker: Das Beatmungsgerät von Chris gab Morsezeichen von sich. Pünktlich um 10:00 Uhr. Wir begutachteten die Situation und kamen zu dem Schluss, dass irgendwelche Stromschwankungen in der Verkabelung der Suite den Fehler hervorgerufen haben mussten, nichts schlimmes also, trotzdem nervig. Aber für den Tag waren wir beruhigt.

Am ersten vollständigen Tag unseres Vegas-Aufenthaltes ging es tagsüber Richtung Südosten, um den Hoover-Staudamm zu erkundigen. Auf dem Weg dorthin wollten wir uns zunächst mit Einkäufen eindecken, um Lebensmittel vor Ort zu haben. Auf dem Rückweg vom Einkaufsladen zum Auto passierte dann ein tragischer Unfall. Die Sonne blendete der Chris und so fuhr er Nina ungebremst in die Hacken. Diese ging darauf gekonnt rechts in die Knie, was beim Linken Fuß Schlimmeres verhinderte. Trotzdem waren die Sehnen überdehnt, die Ferse lief direkt Blau an, was uns zu einem Besuch einer Großapotheke brachte, wie sie hier oft gibt. Apotheken führen hier alles mögliche und sind eher mit Drogerien vergleichbar. Eine 400er Packung Paracetamol mit Wirkbeschleuniger und eine Sportbandage sollten es richten…

Erstversorgt ging es dann weiter Richtung Boulder City. Hier war auch schon der Hoover Damm ausgeschildert. Es ging Serpentinen herunter ins Tal, mit einem fantastischen über die Landschaft. An dieser Stelle sagen Bilder wahrscheinlich mehr als Worte.

Auf dem Rückweg kamen wir noch in Boulder City an einem Alien Café vorbei. Südöstlich soll nämlich angeblich die „Area 52“ liegen. Vermutlich sind die Einwohner aber einfach nur neidich auf die von Rachel, Nevada an der Area 51.

Im Hotel angekommen, haben wir uns eine Weile ausgeruht und sind dann nochmal raus, die Casinolandschaft im MGM zu erkunden.

Für eine kurze Anekdote müssen wir aber doch noch einmal ausholen. Wir wurden gewarnt. Wir sollen uns vor Dieben achten. Und am Vorabend war es dann auch fast soweit, dass wir beklaut wurden. Mehrere Banden von jugendlichen Kleinkriminellen marodierten auf dem Weg durch die Slot-Maschinen um alkoholiesierte Touristen auszurauben. Wir erhalten Sie daran, dass sie mich ansahen und prüften, inwiefern ich meinen Kopf bewegen kann. Meine eingeschränkte Sicht lud sie dazu ein, sich mittels Zeichensprache zu verständigen und auf meinen Rucksack zu deuten. Allerdings verkannten sie, dass ich eine Leibwächterin dabei hatte. Nina griff nämlich immer sofort amüsiert ein, wenn sich jemand meinen Rucksack näherte. Die Diebe waren dann auch schnell weg. Nina hatte dann von einer dieser Banden ihren Spitznamen: „Vanilla Guard“. Vanillas werden hier nämlich von den Menschen afroamerikanische oder südamerikanischer Ethnizität abfällig Weiße genannt. Ob das auch Rassismus ist? Wir denken ja. Allerdings finden wir den Begriff auch recht lustig und haben ihn dann auch unter uns des Öfteren verwendet.

Jedenfalls waren wir diesen Abend weiter vorbereitet. Geld, Kreditkarten und Personalausweis in die Hose im Rucksack nur Ekel erregend präparierte Windeln. Schön mit Wasser angefeuchtet und mit Schokolade Bremsspuren imitiert. So bereiteten wir den Banden ein schönes Diebesgut vor. Leider fiel diesmal niemand darauf hinein. Schade auch, denn der Fotoapparat war immer im Anschlag…

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