Das Buch zuklappen…

… Wenn die letzte Seite zu Ende gelesen ist, war noch nie meins. (Nina)
Beim schreiben ist es noch schlimmer, stelle ich gerade fest.

Das nun alles vorbei ist, fühlt sich immer noch komisch an. Wir haben so unglaublich viel erlebt in den 20 Tagen. Vieles ist gar nicht in Worte zu fassen und ist somit auch nicht im Blog aufgetaucht.
Wir denken, er hat euch bis dahin trotzdem gut unterhalten und ihr habt einen kleinen Einblick in unser Abenteuer erhalten.
Wir danken allen Lesern an dieser Stelle und halten euch natürlich auf dem laufenden, wenn es neue Reisepläne gibt.

Christian, Carolin und Nina

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Eine laaaaaannnnggggeeee Heimreise…

Um die Mittagszeit machten wir uns auf, Richtung LAX Airport, von da sollte unser Air New Zealand Flug nach London um 16uhr starten, nach ca. 10 Stunden in London landen und dort Knapp zwei Stunden später sollte der Lufthansa Anschlussflug nach FRA folgen.

Es klappte auch alles wunderbar, wobei das Prozedere mit dem Elektrorollstuhl schon manchmal seltsam und auch nervig ist, vor allem ist es immer gut, vor dem Anschlussflug nochmal nachzuhaken, ob der Gute denn auch im Flieger ist. In London kam darauf fünf vor Abflug der Rampe Agent um nochmal nachzufragen, was der Rolli wiegt und ob er auch bloß eine Trockenbatterie beinhaltet. Dabei hätte er vermutlich nur den Tag aus Los Angeles lesen müssen. Naja. Angekommen ist er, ebenso das restliche Gepäck und uns ging es auch relativ gut. (Müde, Pipi, kalt) 🙂

Besonders hervorzuheben ist der Air New Zealand Flug. Er hätte lediglich bis Frankfurt durchfliegen können, um es noch zu toppen. Super Flugzeug, bombastische Crew (die Erste, die uns mit dem Handgepäck behilflich war während wir Christian zum Platz trugen)
Wir wurden ja, wie immer vor dem eigentlichen boarding zum Flugzeug eskortiert. Am Platz angekommen, kam direkt der Steward, der auch das Handgepäck getragen hatte mit Getränken, und fragte, ob wir denn noch was bräuchten, weil es ja noch etwas dauern würde, bis alle an Board sind und er danach ja nicht sofort zu uns kommen könnte. Super lieb. Ähnlich war es nach der Landung.
Wir wurden der Flughafencrew übergeben und durften mit dem Elektrobuggy zum Accesspoint fahren. Dort warteten wir auf den Anschlussflug und wurden langsam Wehleidig. Wir hatten einfach alle drei keine Lust mehr. Es ging relativ zügig voran und der letzte Streckenabschnitt war im Vergleich zum großen Entertainment von Air New Zealand wie Busfahren. Einzig die Durchsage des Piloten, der uns schon mit seinem: „Hallo, hier spricht ihr Kapitän Karsten Schröder…“ Zum Lachen brachte.

In Frankfurt trennten sich unsere Wege nachdem wir das Gepäck endlich hatten recht schnell. Wir waren fix und fertig.

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So, wir Sitzen in der Hobbit Maschine der Air New Zealand, in 28 Minuten gehts los. Die letzten beiden Tage sind Online, Fotos folgen von Deutschland aus.

Für Alle, die tracken möchten: Flug NZ2 und dann ab London Heathrow LH902

Bis gleich,

Das drei nach Hawaii Team…

Der Abschied fällt schwer…

an unserem letzten Tag in den USA frühstücken wir anders. Nichts mit gemütlich, Bett und Sonne. Stattdessen ging es nach einem schnellen Kaffee direkt auf die Queen Mary, wo es einen Sunday Champagne Brunch gab. Davon hatten wir bei unserem Besuch des Schiffes zwei Tage zuvor gelesen. Wir hatten uns noch bei der Rezeption erkundigt, wie es um die Barrierefreiheit des Speisesaals steht und man sagte uns, es gäbe drei Stufen und man könnte dafür aber ein Rollstuhl ausleihen. Etwas suboptimal, aber na gut. Vor Ort waren wir dann doch überrascht, dass wir über den Aufzug absolut ebenerdig hinein konnten. Da kannten wohl die Bediensteten ihr eigenes Etablissement nicht. Immerhin: besser so als andersrum. Das Buffett schlug mit kräftigen 50 $ zu Buche, wobei Christian das Glück hatte, nicht bezahlen zu müssen – wir haben das Personal nach einem Kinderpreis gefragt, mit der Argumentation, dass er sowieso nicht viel essen kann. Die Auswahl der Speisen selbst war aber dann grandios.

Von englischem Frühstück über Fisch-Spezialitäten wie Lobster, Austern, Schottischer Lachs, Schrimps und Steak, Nudel- und anderen warmen Gerichten bis hin zu Kuchen und Desserts war alles vorhanden, was das Herz und der Magen begehrte. Der Brunch war zudem in einer absolut klassisch anmutenden Kulisse mit Geschichte: der alte Speisesaal des Ozeandampfers war prachtvoll und riesig.

Für Alle, die etwas Dekadenz gepaart mit dem Flair des Goldenen Zeitalters der Ozeanriesen genießen möchten absolut zu empfehlen.

Den Magen voll geschlagen, spazierten wird noch etwas über die Decks des Schiffes und bekamen auch hier und da noch Teile einer Führung mit. Unter anderem erfuhren wir kleine Details über die Zeit, als während des Krieges die Queen Mary als Truppentransporter umfunktioniert und Komplett in Grau getüncht war. Der Rekord lag hier bei 15.000 Soldaten plus Schiffsbesatzung ! Diese waren in drei Gruppen aufgeteilt, die in unterschiedlichen Bereichen des Schiffes untergebracht waren und auch ihren Bereich nicht verlassen durften. Schichtenweise war man entweder 24 h draußen an Deck oder drinnen. Egal, ob es regnete oder stürmte. Da waren wir doch froh, Gäste und nicht Soldaten zu sein.

Nach dem Besuch der Queen Mary ging es für Nina und Christian wieder nach Los Angeles. Andreas hatte Christian am Vorabend den Tipp gegeben, dass Griffith-Observatorium zu besuchen. Die Fahrt in die Hills war recht anstrengend, da an der Seite alles zugeparkt war und überall Fußgänger herumsprangen. Zum Glück war unser Bruno (unser Auto hatte Charakter, also auch einen Namen) mit einem Handicapped Kennzeichen ausgestattet, was uns auch hier wieder zu einem Spezialparkplatz in erster Reihe verhalf.

Tipp für alle Anderen- nicht Sonntags und nicht kurz vor Sonnenuntergang erwarte, dass man noch nahe am Observatorium parken kann… Lieber einen halbstündigen Spaziergang einkalkulieren.

Aber es lohnt sich. Die Aussicht ist unbezahlbar, man erkennt spätestens jetzt die Dimensionen der Stadt der Engel… Diese ist übrigens größer als das Saarland.

Das Observatorium selbst ist auch sehr spannend und bietet neben der Ausstellung über das Sonnensystem, die Entstehung der Zeitrechnung… noch ein Planetarium und ein Aussichtskaffee.

Von dort ging es noch zum berühmten Rodeo Drive, der „Preiswertesten“ Einkaufsstraße von LA. Die Geschäfte waren alle schon geschlossen, was uns aber in Anbetracht der Protzgeschäfte mit unklarem Sortiment nicht wirklich nahe ging. Es war dennoch schön anzusehen.

Wir liefen noch etwas weiter, bis wir wieder zum Beverly Hills Drive kamen. Dort wollten wir zum Abschluss nochmal sushi oder Ahi Poke essen. Jedoch, typisch für uns wurde wieder etwas anderes draus…
Ein Steakrestaurant mit schickem Ambiente, entsprechenden Preisen und dennoch der Typischen, Amerikanischen Kneipenakkustik. Das essen war gut und der Tag neigte sich dem Ende und wir machten uns auf die einstündige Fahrt nach Long Beach…
Der letzte Tag war zuende…

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Marina, Marina, Marina…

Am vorletzten Tag unserer Reise ließen wir es noch einmal ruhig angehen. Das übliche Programm: gemütlich wach werden mit Kaffee im Bett und Sonne durch die Tür. Christian hatte sich für den Abend mit einem Kumpel aus dem Klingonenfanclub verabredet, was versprach, spät zu werden – und so war für den Tag erstmal eine relativ ruhige Agenda angesetzt.

Nach dem Frühstück machten wir (Christian und Nina) uns auf den Weg, den Hafen von Long Beach zu erkunden. Genau genommen eine Marina, also ein Anleger-Bereich für Yachten und private Boote. Man muss ja nicht immer nach Los Angeles fahren, manchmal gibt es ja auch nette Dinge vor Ort. Und die Queen Mary war ebenfalls in der Nähe, weshalb wir die gewählte Location schon am Vorabend bei der Heimfahrt entdeckt hatten. Uns waren nämlich gleich die bunten Lichter aufgefallen. Rund um die Marina gab es ein paar touristische Attraktionen, zum Beispiel ein Riesenrad um mal wieder ein historisches Karussell. Leider ist das Karussell zurzeit außer Betrieb, sonst hätte Christian natürlich die Barrierefreiheit getestet. Daneben gab es in diesem Bereich aber auch jede Menge Lokalitäten zum Einkehren und Shoppen. Besonders gefiel uns aber ein schöner alter Leuchtturm, der in einem kleinen Park gelegen war. So spazierten wir dort hin und noch ein bisschen um die Hafenbucht. Auf unserem Spaziergang übrigens auch auf, dass gerade die Hafenstraße vorbereitet wird. Dort findet nämlich im April ein Grand Prix statt. Nachdem wir etwas herumgelaufen sind, gab es nochmals essen im hiesigen Bubba Gumps. Das kannten wir schon aus San Francisco und wussten, dass es dort lecker ist. Wir nahmen auf der Terrasse Platz, wobei wir zuerst die Befürchtungen hatten, das uns in der Dämmerung etwas kalt werden könnte. Das wurde jedoch widerlegt, denn es gab ein fast den Tisch einen Heizpilz. Wir spekulieren noch, ob diese atombetrieben waren. Jedenfalls wurde und ganz schön heiß und das nicht nur vom scharfen Essen.

Abends war dann Schichtwechsel und Christian fuhr mit Carolin in die Stadt, um in Hollywood den Gothic-Club ausfindig zu machen, wo wir uns mit Andreas, Christians Kumpel verabredet hatten. Nina machte derweil die lokale Einkaufsmeile mit Drogerie und Supermarkt sicher und telefonierte ein wenig mit zuhause.

Nach etwa 40 min Fahrt kamen wir bei der ausgemachten Lokation an. Es gab mal wieder Valet-Parking, wir mussten unser Auto also nur gegen eine geringe Gebühr abgeben.

Der Club selbst war sehr schön dekoriert und eingerichtet. Er erinnert etwas an ein Kellergewölbe, sehr schön gruftig mit dunklen Möbeln und Kerzen im Drakula-Stil. Für heute war eine Science-Fiction-Party angesetzt. Dementsprechend hatten die Besucher Kostüme aus dem Genre , was eine schöne Atmosphäre als Mischung ergab. Es gab zwei Tanzbereiche, nahe am Eingang gab es Wave/Gothic, unter anderem war Depeche Mode, Marilyn Manson, Nine Inch Nails zu hören. Aber auch viele deutsche Bands wie zum Beispiel Wolfsheim waren zu hören. In der Tat waren wir überrascht über den großen Anteil deutscher Titel. Der zweite Tanzbereich lag im hinteren Teil des Clubs. Hier wurden härtere Elektro-Sounds gespielt. Das war eher nicht unser Geschmack, also verbrachten wir unsere Zeit entweder im vorderen Bereich oder vor der Tür. An Unterhaltung war im Club nämlich auch nicht zu sein und spätestens als Andreas angekommen war, wollten wir das tun. Andreas arbeitet seit fast zwei Jahren in San Diego als Teilchenphysiker und ist oft unterwegs auf Gothic-Partys. So hatte er uns auch auf diese Veranstaltung hinweisen können. In den USA gibt es wohl leider nur wenige Festivals, dafür sind aber die Clubs und Veranstaltungen dort sehr brauchbar. Andreas erzählte uns noch von seinem Aufenthalt hier einige Anekdoten und Erlebnisse in den USA und wir berichteten im Gegenzug von unseren Reiseerfahrungen. Wir bekamen dann noch ein paar Tipps von ihm, was wir an unserem letzten Tag so tun konnten. Danach ging es noch einmal rein, die Musik genießen und etwas tanzen.

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Bonnie und Clyde…

… Oder einfach zwei vergessliche Chaoten allein unterwegs…

Der Tag begann dieses Mal etwas früher, um halb 10 am mit einem ausgiebigen Frühstück mit Poolblick.
Wir wollten ins Citadel Outlet, und von dort aus nach Santa Monica, zur Küste. Im Outlet verlor Caro erst mal Christian, Ich (Nina) hatte mich vorher von den beiden getrennt, um den Levis Store zu entern.
Zusammen mit Caro machte ich mich auf die Suche, wobei meine Vermutung, ihn in Toys ‚r us zu finden, sich nach einiger Zeit als richtig heraus stellen sollte. Er hatte ein Spiel ins Auge gefasst, Risiko in der Zukunftsfassung. Das musste natürlich direkt gekauft werden. Schön nerdig.
Wieder vereint machten wir uns, nachdem Ich noch erfolgreich bei Converse geshoppt hatte, auf zum Meer.

Santa Monica entpuppte sich als netter, gepflegter Stadtteil, mit vielen Restaurants, Hotels und einer schönen Einkaufsstraße. Wir aßen in einem Asiatischen Restaurant und flanierten noch ein wenig die Straße entlang. Es gab einen Tesla Store, zum proberitten und bestaunen. Dann ging es über Venice, was sich als noch schöner entpuppte, mit einem Kurzen Fotostopp bei einer Serienkulisse zurück In die Flint Street zur Unterkunft.

Umziehen war angesagt, denn Chris und ich wollten die Queen Mary noch besichtigen, und die letzte Tour des Tages sollte bald starten. So düsten wir zum Pier, wo das 1936 in Dienst gestellte Kreuzfahrtschiff seit 1968 als Hotelschiff liegt.
Schon von weitem konnte man die feierliche Inszenierung sehen. Das Auto stellten wir schnell auf dem großen Parkplatz ab und gingen zum Haupteingang. Von dort bot man uns eine Tour ohne Führung an, erklärte uns, wo wir wie mit welchem Aufzug hinkommen und los ging es. Beeindruckend war für uns schon alleine die Größe des Schiffs, aber auch das Interieur, welches noch den gesamten Charme der vergangenen Ära der Ozeandampfer versprüht, lies uns erst mal staunen.
Trotz der Patina, die das Schiff sein Alter nicht verleugnen lässt, ist es wunderschön, zu sehen, dass es in dieser Form erhalten und auch genutzt wird.
Davon geblendet brauchten wir eine Weile, bis wir merkten, dass wir schon wieder einmal etwas Entscheidendes vergessen hatten… Unsere Geldbeutel. Und zwar Beide. Und natürlich nicht im Auto, das wäre ja auch zu einfach gewesen. Typisch.
Gut, dass die Tour schon mal umsonst war. Wobei wir ansonsten früher gemerkt hätten, dass wir ohne Geld unterwegs waren. Was sollten wir nun tun? Auf der Queen Mary war es kein Problem. Dann gab es halt mal nichts zu trinken, keine Souveniers, und auch sonst erst mal nichts.

Dann fiel mir aber plötzlich ein, dass unser Auto auf einem beschrankten Parkplatz stand. Dieser kostet bekanntlich Geld. Wir beratschlagen uns, ob wir beichten sollten oder erst mal mit einem Trick versuchen, unser Auto auszulösen. Wir entschieden uns natürlich für den Trick. Christian fuhr mit dem Rollstuhl durch die Eingangsschranke des Parkplatzes, nachdem ich ein neues Ticket gezogen hatte. (Der Elektrorollstuhl wird als Fahrzeug erkannt)
Nun ging es ganz schnell ins Auto, ab zur Ausgangsschranke, damit es so aussieht, als wäre man nur kurz über den Parkplatz gefahren um wieder rauszufahren. Der Trick ging auf, und ersparten somit wieder einige Dollar und Erklärungen… Lachend und jubelnd fuhren wir nach Hause. Was solche Aktionen angeht, sind wir uns einfach zu einig und ähnlich Risikobereit.
Danach setzte sich Christian noch etwas an den Computer, und Ich schlief schon mal eine Runde vor.

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Make Tea not war…

…Nach der gestrigen Tortur durch die Wüste ließen wir es an unserem ersten Tag in Los Angeles erstmal ruhig angehen. Ausschlafen war angesagt und danach gemütlich frühstücken. Mit offener Gästehaus-Tür hatte man von Christians großem Bett aus einen tollen Blick auf den Pool, der durch Sonnenschein veredelt wurde. Das Gästehaus selber ist mehr so eine gut ausgebaute Garage aus Holz, die mit Trockenbauwänden in mehrere Räume unterteilt wurde. Zum Schlafen ist es aber durchaus ausreichend und bequem. Der Nachbar hat einen guten Musikgeschmack, den von draußen herein tönte Hard-Rock. Carolin ging schnell etwas einkaufen und brachte Leckereien mit, unter anderem Karamell-Flan. Der Ambassador war erfreut.

Fertig gefrühstückt ging es Richtung Hollywood. Wir hatten uns als Ziel für das Navi den Hollywood Boulevard einprogrammiert, entschieden und aber die Ausfahrt vorher zu nehmen. Wir landeten auf dem Sunset Boulevard und cruisten eine Weile durch die Stadt um und so einen Eindruck zu verschaffen. Wir fuhren durch Wohngebiete fast aller Schichten. Bis auf die gigantischen Villen der Stars haben wir alles gesehen, was es an Wohnformen gibt. Letzten Endes haben wir aber dann doch wieder das Navi eingeschaltet und sind zum Walk of Fame gefahren, die auf dem Hollywood Boulevard liegt. Erster Eindruck: Alles ist nicht sehr hochwertig, Geschäfte und Kneipen wie überall in den größeren Städten der USA. Nur gab es viel mehr Scientology. Sowohl eine Dianetics-Buchhandlung, eine „Kirche“ als auch das L. Ron Hubbard -Museum gab es hier. Vor Letzterem hielten wir unseren Wagen und uns fern. Wir machten uns zu Fuß weiter auf den Weg in Boulevard Richtung Osten zu erkunden. Wir landeten im Hard-Rock-Café, wo wir eine kleine Mahlzeit zu uns nahmen.

Eigentlich wollten wir dann nur noch in einem großen Supermarkt einkaufen und danach nachhause. Doch auf dem Weg zum Auto fiel Nina und Christian ein Gebäude auf der anderen Seite in die Augen. Ole wohl so waren sie sich einig, dass sie sich das näher ansehen wollten, denn angekündigt war ein Museum für „Außergewöhnliches“, was auch immer das bedeuten sollte. Wir betraten also die Lokation. Die Ausstellung war eine private Sammlung des Besitzers, der einfach allen möglichen Scheiß zeigte. Von sinnlosem Wissen bis zu Basteleien, Kuriositäten aller Art. Unter anderem gab es Minas Tirith (bekannt aus „Herr der Ringe“) als Nachbau mit Streichhölzern, einen mechanischen Oktopus im Steampunk-Design und eine Forelle mit Pelz. Diese Fälschung (natürlich gibt es ein solches Tier nicht wirklich), hing angeblich jahrelang in einem schottischen Museum und wurde dort als echt ausgestellt, weil niemand an einen Hoax glauben wollte. Außerdem konnte man seinen Schatten einfrieren lassen. Ein heftiger Blitz warf diesen an eine nachleuchtende Wand. Derartige Spielereien gab es ohne Ende. Für Spielkinder und Neugiernasen genau das Richtige.

Neuer Versuch, zum Auto zu kommen. Doch auch dieser wurde unterbrochen, denn Christian entdeckte einen offenen Bus am Straßenrand, der offensichtlich kostenlos Tee anbot. Etwas skeptisch näherten wir uns dem Vehikel und dessen Besitzer erklärte uns, dass er tatsächlich Tee für Passanten kocht. Dieser sei allerdings nicht zum Mitnehmen, das sei der einzige Haken. Warum er das täte? Weil er überzeugt davon ist, dass die Menschen mehr schenken sollten. Und weniger vom Geld abhängig sein sollten. Der Bus war ein nostalgisch-schöner Oldtimer, der mit Holz ausgebaut war. Das Interieur war urgemütlich und der Besitzer wirklich nett. Während unseres Teegenusses unterhielten wir uns eine Weile mit ihm. Er ist jetzt mittlerweile seit acht Jahren unterwegs und kocht Tee. Dazu ist er immer an verschiedenen Orten, in letzter Zeit aber hauptsächlich an der amerikanischen Westküste. Der Bus fährt mit aufbereitetem Frittieröl, was er von befreundeten Restaurantbesitzern geschenkt bekommt. Auf dem Dach befindet sich eine Solaranlage für den Strom. Hin und wieder macht er auch kleinere Jobs, zum Beispiel Videoschnitt. Aber im Großen und Ganzen braucht er nicht viel Geld und es bleibt sogar noch etwas für den Tee zum Verschenken übrig. Wir nahmen uns dann gleich auch noch ein paar Aufkleber mit. Darauf steht unter anderem „Make Tea not War“ und „Free Tea Party“. Die Aufkleber gab es auch gratis.

Zum Einkaufen in den Supermarkt ging es dann auch noch, aber im Kontrast zu dem davor erlebten war der Einkauf dann sehr unspektakulär. Aber wir haben unsere Vorräte aufgefüllt, noch einmal gut gegessen und die beiden Mädels sind ins Bett, während Christian noch gerade diesen Blogpost hier schreibt 🙂

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